Konjunkturbarometer
Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird im kommenden Jahr mit etwa 2,2 – 2,3 v.H. wieder stärker steigen als es für das laufende Jahr erwartet wird, der Preisanstieg wird sich deutlich verlangsamen und die Beschäftigung wird um etwa 0,4 v.H. gegenüber 2001 zunehmen – dies sind die guten Nachrichten aus den neuesten Prognosen für das Jahr 2002.
Weniger günstig sieht demgegenüber die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen aus, die sich zwischen 3,6 und 3,8 Millionen einpendeln wird. Trotz der sich verbessernden konjunkturellen Lage bleibt die Arbeitslosigkeit hoch.
Im Vergleich zum laufenden Jahr wird sich die Konjunktur im Jahr 2002 wieder aufhellen. Einheitlich prognostizieren die sechs Wirtschaftsforschungsinstitute einen Zuwachs des realen BIP von 2,2 – 2,3 v.H., was bedeutet, dass die Volkswirtschaft etwas stärker wachsen wird als im Durchschnitt der neunziger Jahre. Im Vergleich zu den zu Beginn des Jahres 2001 publizierten Prognosen von etwa 2,7 – 2,8 v.H. für das BIP für das laufende Jahr fallen die Erwartungen nach den Revisionen jedoch deutlich verhaltener für das kommende Jahr aus. Allerdings beurteilen die einzelnen Forschungsinstitute die Dynamik unterschiedlich. Während DIW und das IWH von einen Zuwachs des BIP für das kommende Jahr von nur noch 1 v.H. ausgehen, so erwartet das RWI immerhin noch einen Anstieg von 1,5 v.H.
Quelle: ZEW, BSG, 21.9.2001