Zukunftstendenz
Die Märkte wachsen weiter
Die Branchen Computer, Internet und Telekommunikation werden heute oft vor allem mit Begriffen wie Gewinnwarnung und Kurssturz in Verbindung gebracht. Der Glanz der New Economy scheint so rasch zu verblassen, wie sich zuvor die Euphorie entwickelte. Dabei gibt es ausreichend Belege, daß die neue Ernüchterung so überzogen ist wie die frühere Begeisterung. Der Boom bei Computern, Internet und Handy ist nicht zu Ende. Die Ausstattung der Haushalte wie ihre Anschaffungspläne entwickeln sich weiterhin mit eindrucksvoller Dynamik. Das belegen die aktuellen Ergebnisse der Allensbacher Computer- und Telekommunikations- Analyse (ACTA 2001). Mittlerweile verfügen annähernd zwei Drittel der unter-65jährigen Bevölkerung in ihrem Haushalt über ein oder mehrere PCs; im letzten Jahr lag dieser Anteil noch bei 56,5 Prozent. Angesichts der zurückliegenden Entwicklung, bei der die Zahl der Haushalte mit Computer immens größer geworden ist und Computer technologisch immer besser ausgerüstet sind, ist eine Sättigung der Bedürfnisse noch nicht absehbar. Immer mehr Menschen tragen sich mit Anschaffungs- oder Nachrüstungs- plänen. 13 Prozent der gesamten Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren – dies entspricht 6,62 Millionen Käufern – wollen in den kommenden ein, zwei Jahren für sich persönlich einen PC anschaffen, 10,9 Prozent wollen bereits vorhandene Geräte aufrüsten. Daß der Computer den Zugang zum Internet er- möglichen soll, ist inzwischen für die Mehrheit fast ein unab- dingbares Kaufkriterium. 80 Prozent der potentiellen PC-Käufer pochen darauf. Entsprechend ist der Kreis der Online-Nutzer größer geworden: innerhalb von nur einem Jahr von 28,6 auf 40 Prozent. Die Prozentzahlen entsprechen einem Anstieg von 14,65 auf 20,33 Millionen Nutzern.
Quelle/Grafik: ifd Allensbach, BSG, 28.09.2001
