Banken im Umbruch
1/2001
Die Bankenwelt steht zur Zeit vor grundlegenden Fragen. Einerseits stellt sich die nach der Erhaltung oder Schließung der teuren Filialnetze. Die nächste Frage nach der richtigen Strategie im Prozess des Umbaus von einer klassischen Bank zur dynamischen Vertriebsorganisation. Gerede letztere erscheint den Banken attraktiv, denn im Vertrieb von Vermögensanlagen liegen geringere Risiken als bei der Kreditvergabe an klein- und mittelständische Unternehmen oder an Privathaushalte. Fast alle Banken haben sich den gleichen Kunden heraus gesucht: Mitte Dreißig bis Ende Vierzig, erfolgreich im Beruf, geringes Risiko und mit hohem Anlagepotenzial. Dabei setzen die Banken ganz traditionell auf Technologie: Waren es damals Bankautomaten, die den Kunden von der Bank trennten, so ist es heute das Internet Banking. Die Bankdienstleistungen an sich haben sich nicht verändert. Die permanente Delegation von Bankdienstleistungen an Technologieeinrichtungen könnte auch der Grund für den Erfolg freier Vermögensberater sein. Wer seinen Kunden an Computer verweist, wird auf Dauer der Verlierer sein. Denn Anlagegeschäft ist Vertrauenssache und wer vertraut schon einem Computer? Da die Banken Ihre Zukunft im Internet Banking sehen, werden die freien und wirklich unabhängigen Vermögensberater weiter im Aufwind stehen.
Quelle: Studie Bankenwelt der Zukunft der BS-AG