Deutsche Konjunktur auch im Jahr 2001 kraftvoll

Bericht von Dr. Franz Schloser, Hauptgeschäftsführer des
Deutschen Industrie- und Handelstages.

Die Konjunktur in Deutschland bleicht auch im Jahr 2001 kraftvoll - verliert aber an Schwung. Wichtigster Wachstumsträger ist nach wie vor der Export. Die Inlandsnachfrage könnte zur zweiten Säule des Aufschwungs werden: Investitionen und Beschäftigung steigen bei hoher Kapazitätsauslastung spürbar an. Die betrieblichen Planungen zeigen also Zuversicht. Allerdings sind die konjunkturellen „fundamentals“ damit besser als die Stimmung im Lande: Der Optimismus in der Konjunktur bröckelt. Die außenwirtschaftlichen Konjunkturrisiken nehmen zu - Stichwort US-Konjunktur -, aber auch das wirtschaftliche Klima in Deutschland trübt sich ein: Offenbar steuert die Bundesregierung jetzt in einen gewerkschaftsorientierten Kurs, nachdem sie noch im vergangenen Sommer mit der Steuerreform wachstumsfreundliche Daten vorgab. Die Verschlechterung der Abschreibebedingungen für Anlagegüter beeinträchtigt das Investitionsklima. Vor allem die Überregulierung bei Teilzeitarbeit und Mitbestimmung setzen falsche Zeichen am Arbeitsmarkt. Die Beschäftigungsimpulse sind zwar für 2001 weiterhin expansiv, aber nicht mehr im selben Ausmaß wie noch im letzten Herbst. Zudem erweist sich in manchen Regionen und Branchen der Facharbeitermangel zunehmend als Engpass für eine Ausweitung von Produktion und Beschäftigung. Positiv auf die Konjunkturerwartungen wirkt sich der nachlassende Anstieg der Preise in Euroland aus. Allerdings bestehen die Inflationsrisiken fort. Das sind die Schlaglichter der traditionellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages bei mehr als 25.000 Unternehmen in Deutschland.

Quelle: DIHT, BSG-Wissenstransfer

Archiv 1. Quartal 2001
zur Archiv-Übersicht

Kapitalanlagen

Fonds

Sehen Sie im Kapitalanlagenforum die neuesten Fonds auf einen Blick.



Studentenwohnungen

Sehen Sie im Kapitalanlagenforum die neuesten Studentenwohnungen auf einen Blick.