Immobilien-Zwangsversteigerungen

Weniger Immobilien unter dem Hammer

Die Zahl der Zwangsversteigerungen in Deutschland ist erstmals seit Jahren zurückgegangen.

Im ersten Halbjahr 2006 seien vor den Amtsgerichten bei 47.667 Terminen Immobilien unter den Hammer gekommen, ein Rückgang von 1,6 Prozent verglichen mit dem Rekordwert des Vorjahreszeitraums. Das berichtete Winfried Aufterbeck vom Ratinger Fachverlag Argetra. Er erfasst monatlich diese Termine. Die Summe der Verkehrswerte blieb mit 9,63 Milliarden Euro (plus 0,6 Prozent) stabil.

In den einzelnen Bundesländern ist die Entwicklung laut Aufterbeck unterschiedlich. Zum Teil deutliche Terminrückgänge in den östlichen Ländern von Brandenburg bis Thüringen begründete er damit, dass nicht mehr an den Mann zu bringende Objekte aus der Versteigerung herausgenommen wurden.

Im Westen ging die Zahl der Termine in Baden- Württemberg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zurück.

Dagegen zog sie in Nordrhein-Westfalen und Hessen um 15 Prozent an, in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saargebiet um rund 10 Prozent.

Insgesamt ließen die Zahlen eine leichte Stabilisierung erkennen, für das zweite Halbjahr werde eine weitere Abschwächung erwartet, sagte Aufterbeck. „Der Zenit ist überschritten.“ 2005 war mit 92.577 Terminen ein Rekordwert ermittelt worden.

Bei fast zwei Dritteln der Termine werden Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen angeboten, die inzwischen leichter den Weg zum neuen Eigner fänden. Dafür drückten noch immer Gewerbe- und Renditeobjekte in den Markt.

© 2007

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